Der neue Schwingerkönig heisst Christian Stucki. Der Berner besiegte im Schlussgang am Eidgenössischen Schwingfest in Zug den Sörenberger Joel Wicki nach 42 Sekunden mit Kurz/Kreuzgriff.

Der neue Schwingerkönig heisst Christian Stucki. Der Berner besiegte im Schlussgang am Eidgenössischen Schwingfest in Zug den Sörenberger Joel Wicki nach 42 Sekunden mit Kurz/Kreuzgriff.

Der Luzerner hatte am Ende trotz der Niederlage gleich viele Punkte wie Stucki. Doch bekanntlich kann es nur einen Schwingerkönig geben. Wicki blieb lediglich der Trost des Erstgekrönten – wie einst Eugen Hasler nach seinem verlorenen Schlussgang 1989 in Stans. Die Innerschweiz wartet also weiterhin auf ihren ersten Schwingerkönig seit Harry Knüsel 1986.

Die Schwingarena umfasste 56'500 Plätze. Zum Wettkampf traten insgesamt 276 Schwinger an. Mit dabei waren acht Auslandschweizer (je vier aus Kanada und der USA).

Das Festgelände in Zug frequentierten von Freitag bis Sonntag rund 400000 Besucher.

Aus Schwyzer Sicht verlief das Fest gelinde gesagt durchzogen. Vier Kränze konnte das 20-köpfige Team gewinnen. Das ist verglichen mit den zwei letzten Austragungen ein Rückschritt (6 Kränze 2016 und 8 Kränze 2013). Die glücklichen Kranzgewinner sind Mike Müllestein, Christian und Alex Schuler sowie Michael Gwerder.

Die beiden Muotathler Stefan Heinzer und Dario Gwerder konnten alle acht Gänge bestreiten. Bei der Verteilung der Kränze konnten sie allerdings leider nicht mitreden. Dario Gwerder blieb während den beiden Tagen ungeschlagen.

Stefan Heinzer gewann im Anschwingen gegen den grossgewachsenen Damian Ott und den Südwestschweizer Sandro Balimann. Dann folgte die Niederlage gegen den Eidgenossen Bernhard Kämpf und den Südwestschweizer Steve Duplan. Am Sonntagmorgen musste Stefan gegen Michael Bernold und Stefan Marti stellen. Im siebten Gang unterlag er Marco Iseli. Zum Abschluss konnte der schwergewichtige Eidgenosse Philipp Roth platt bezwungen werden. Mit 73.00 Punkten kam er auf den 18. Schlussrang.

Mit 72.75 Punkten kam Dario auf den 19. Schlussrang. Er bezwang im ersten Gang Florian Weyermann. Dann folgten zwei Unentschieden gegen die beiden Berner Matthieu Burger und Stefan Gäumann. Im vierten Gang musste er sich gegen den unbequemen Pirmin Gmür mit einem Unentschieden begnügen. Am Sonntagmorgen konnte er Lorenz Berger bezwingen. Im sechsten Gang gelang ihn ein Unentschieden gegen den passiv eingestellten Eidgenossen Stefan Burkhalter. Im Ausstich vom Sonntagnachmittag musste er gegen Christian Bernold und Gustav Steffen zwei weitere Unentschieden in Kauf nehmen, welche mit der Note neun bewertet wurden. Durch seine gestellten Gänge stand er mindestens 51 Minuten im Ring.